Barfuß durchs Wasser?! Lohnt sich teamLab Planets in Tokio?

Author: Johannes

Ort/LinkKurze Beschreibung
teamLab Planets Tokyo Tickets*Immersives Kunstmuseum in Toyosu mit Wasser-, Licht-, Spiegel- und Projektionsinstallationen.
teamLab Borderless Tokyo Tickets*Das zweite teamLab-Museum in Tokio – nicht mit Planets verwechseln.
Barfuß durchs Wasser?! Lohnt sich teamLab Planets in Tokio?

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teamLab Planets in Tokio ist kein klassisches Museum, in dem man einfach von Kunstwerk zu Kunstwerk läuft. Hier bewegt ihr euch selbst mitten durch die Installationen, lauft barfuß durchs Wasser und erlebt Licht, Projektionen, Musik, Spiegel und sogar Gerüche teilweise gleichzeitig. Wir haben teamLab Planets selbst besucht und fanden vor allem eines spannend: Das Erlebnis funktioniert auch dann, wenn gerade kein Smartphone vor dem Gesicht hängt.

Was ist teamLab Planets eigentlich?

teamLab Planets würden wir am ehesten als immersives Museum beschreiben. Die Räume selbst sind die Kunstwerke und ihr bewegt euch mitten durch sie hindurch.

Genau das unterscheidet das Ganze für uns von vielen typischen Instagram-Museen mit ein paar Fotokulissen und optischen Täuschungen. Die Installationen bei teamLab Planets sind groß, technisch aufwendig und beziehen euch aktiv in das Erlebnis ein.

teamLab Planets oder teamLab Borderless?

Vor der Ticketbuchung solltet ihr unbedingt darauf achten, welches teamLab ihr besuchen möchtet. In Tokio gibt es sowohl teamLab Planets als auch teamLab Borderless.

Wir haben teamLab Planets besucht. Die Unterscheidung klingt banal, kann aber wichtig werden: Vor Ort haben wir selbst erlebt, wie Besucher erst kurz vor ihrem gebuchten Zeitfenster festgestellt haben, dass sie am falschen teamLab standen. Die beiden Museen befinden sich nicht direkt nebeneinander.

Kontrolliert deshalb vor der Abfahrt noch einmal den Namen auf eurem Ticket.

Tickets und Anreise zu teamLab Planets

Für den Besuch bucht ihr ein festes Zeitfenster. Dadurch verteilen sich die Besucher besser und die Warteschlange bleibt zumindest einigermaßen kontrollierbar. Gleichzeitig solltet ihr natürlich genügend Puffer für die Anreise einplanen.

Die Anfahrt ist unkompliziert: Die Station Shin-Toyosu liegt direkt gegenüber von teamLab Planets.

Bei unserer Ticketsuche war Klook günstiger als die offizielle Ticketseite. Wir lagen damals bei knapp unter 20 Euro pro Person. Da sich Preise und Angebote ändern können, würden wir vor der Buchung einfach beide Varianten vergleichen.

Schuhe und Socken aus: Darauf solltet ihr bei der Kleidung achten

Spätestens nach dem Einlass merkt man, dass das hier kein normales Museum ist. Ihr bekommt ein Schließfach für eure Sachen und anschließend heißt es: Schuhe und Socken aus.

Ein Teil von teamLab Planets führt tatsächlich durch Wasser. Wenn ihr eine lange Hose tragt, sollte sie sich deshalb problemlos deutlich hochkrempeln lassen.

Und ja: Ihr lauft dort barfuß durch dieselben Wasserbereiche wie die anderen Besucher. Für mich persönlich war das überhaupt kein Problem. Zu Beginn hatten wir den Eindruck, dass im Wasser mit Chlor beziehungsweise Desinfektion gearbeitet wird. Auch organisatorisch wirkte alles sehr durchdacht. Handtücher werden nach den Wasserbereichen bereitgestellt.

Die offizielle Besucherinformation weist außerdem darauf hin, dass es Bereiche mit Spiegelböden gibt. Bei Röcken oder sehr weit geschnittenen Hosen sollte man das bei der Kleiderwahl ebenfalls berücksichtigen.

Die Licht- und Spiegelinstallationen

Der eigentliche Grund, warum uns teamLab Planets so gut gefallen hat, sind die Installationen selbst. Einige Räume sind riesig: Lichter und Spiegel umgeben euch, Projektionen bewegen sich durch den Raum und dazu kommen Musik und Klangwelten.

Besonders beeindruckend fanden wir den Raum mit den unzähligen Lichtstreifen. Auf Fotos sieht er bereits spektakulär aus. Vor Ort entsteht der eigentliche Effekt aber erst dadurch, dass die Spiegel die Installation scheinbar unendlich fortsetzen und sich Licht und Musik ständig verändern.

Genau dort wurde für uns deutlich, warum teamLab Planets mehr als eine reine Instagram-Kulisse ist. Es sieht nicht nur auf Fotos gut aus, sondern macht auch ohne Kamera Spaß.

Barfuß durch den Wasserraum

Eine der bekanntesten Installationen ist der große Wasserraum. Ihr steht tatsächlich mit den Füßen und teilweise einem Stück der Beine im Wasser, während Fische, Farben und andere Formen auf die Oberfläche projiziert werden.

Zusammen mit der Musik und dem Gefühl des Wassers entsteht ein Erlebnis, das sich in einem Video nur schwer vollständig vermitteln lässt. Ihr schaut die Projektion nicht von außen an, sondern steht mitten darin.

Wenn ihr dort mit Smartphone oder Kamera fotografiert, würden wir allerdings etwas vorsichtiger sein. Ein ins Wasser gefallenes Handy wäre vermutlich der teuerste Teil des Besuchs.

Von riesigen Bällen bis zur Blumenkuppel

Was uns ebenfalls gefallen hat, ist die Abwechslung zwischen den einzelnen Bereichen. Nach dem Wasser folgen wieder völlig andere Räume. Ihr bewegt euch beispielsweise zwischen riesigen beleuchteten Formen und Bällen, geht durch dunkle Verbindungsgänge und gelangt anschließend in die nächste Installation.

Es fühlt sich nicht so an, als würde dieselbe Idee einfach zehnmal wiederholt. Die größeren Räume versuchen jeweils auf eine andere Weise, eure Wahrnehmung einzubeziehen.

Besonders intensiv war für mich eine große Kuppel, in der sich die Projektionen über einem bewegen. Obwohl der Raum natürlich stillsteht, hatte ich irgendwann leicht das Gefühl, dass mir schwindelig wird.

Wenn ihr bei VR-Brillen oder starken visuellen Bewegungen schnell Probleme mit Motion Sickness bekommt, würde ich das im Hinterkopf behalten.

Der Blumenraum spricht mehr als nur die Augen an

Ein weiteres Beispiel für den multisensorischen Ansatz ist der Bereich mit den echten Blumen. Sie bewegen sich von der Decke nach oben und unten, wodurch sich der Raum ständig verändert.

Gleichzeitig könnt ihr die Blumen riechen. Gerade dieser Raum zeigt gut, warum sich manche Installationen vor Ort deutlich intensiver anfühlen, als sie auf einem Video wirken.

Kann man sich in den Räumen Zeit lassen?

Positiv fanden wir auch, dass wir uns nicht permanent durch das Museum gescheucht gefühlt haben. Bei fast allen Installationen konnten wir selbst entscheiden, wie lange wir bleiben wollten.

Wenn euch ein Raum besonders gefällt, könnt ihr also einfach etwas länger dortbleiben. Überall gibt es Mitarbeiter, die den weiteren Weg zeigen und auf Besonderheiten achten.

Nur bei einzelnen Installationen kann die Aufenthaltsdauer stärker geregelt werden. Bei unserem Besuch war das beispielsweise gegen Ende im Blumenbereich der Fall.

Wie viel Zeit braucht man für teamLab Planets?

Wir haben insgesamt ungefähr eine Stunde im teamLab Planets verbracht und hatten dabei nicht das Gefühl, durch die Ausstellung gehetzt zu sein.

Wer viele Fotos machen möchte oder einzelne Installationen besonders lange genießen will, kann natürlich mehr Zeit verbringen. Für uns hatte der Besuch aber eine angenehme Länge: umfangreich genug, damit sich das Erlebnis lohnt, ohne gleich einen halben Urlaubstag zu beanspruchen.

Lohnt sich teamLab Planets in Tokio?

Für uns ist die Antwort klar: Ja, teamLab Planets hat sich gelohnt.

Und das gilt unserer Meinung nach auch für Reisende, die normalerweise nicht gezielt Kunstmuseen besuchen. teamLab Planets würden wir ohnehin nicht in dieselbe Kategorie wie ein klassisches Museum mit Gemälden und Skulpturen stecken.

Die Installationen sind kreativ, abwechslungsreich und technisch aufwendig umgesetzt. Ihr erlebt sie nicht nur über die Augen, sondern auch durch Wasser, Bewegung, Geräusche und teilweise Gerüche.

Zwei Einschränkungen solltet ihr allerdings kennen: Wenn euch der Gedanke unangenehm ist, barfuß durch Bereiche zu laufen, die täglich viele andere Menschen nutzen, ist teamLab Planets möglicherweise nichts für euch. Auch Menschen, die empfindlich auf starke optische Bewegungen reagieren, können einzelne Räume als anstrengend empfinden.

Ansonsten war der Besuch für uns hervorragend organisiert und vor allem einfach unterhaltsam. Wenn ihr während eurer Tokio-Reise Lust auf ein ungewöhnliches immersives Erlebnis habt, können wir teamLab Planets definitiv empfehlen.

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