Tokyo Skytree: Lohnt sich die Aussichtsplattform?

Author: Johannes

634 Meter. Das dritthöchste Bauwerk der Welt. Ein technologisches Wunderwerk, das Erdbeben einfach wegtanzt und so hoch ist, dass du dich davor fühlst wie eine Ameise. Der Tokyo Skytree ist ein absolutes Statement.

Aber ganz ehrlich? Mein prägendster Moment war nicht nur die Aussicht, sondern das wohl schlechteste Radler meines Lebens am Fuße des Turms. Und während fast jeder Tourist blind zum Schalter rennt, verrate ich dir jetzt, wie du das cleverer anstellst, Zeit sparst und warum mein Herz am Ende vielleicht doch eher für einen Turm in Osaka schlägt.

Schnapp dir einen Drink (bitte kein saures Bier) und lass uns starten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Spar-Hack: Buche Tickets nicht auf der offiziellen Seite, sondern über Anbieter wie Klook* oder GetYourGuide – idealerweise kombiniert mit Cashback-Portalen* (bis zu 10% zurück).
  • Die Zeitfalle: Dein Online-Ticket ist nur ein Voucher. Du musst 30–45 Minuten vor deinem Slot da sein, um ihn am Schalter in ein Papierticket zu tauschen!
  • Beste Zeit: Unter der Woche vor 15:00 Uhr oder spät nach 20:00 Uhr. Meide Sonntage und die Zeit zwischen 17:00–19:00 Uhr.
  • Kosten: Ca. 17–20 Euro für das volle Paket (350m + 450m).
Ich habe den Tokyo Skytree getestet: Besser als Osaka? 🏙️

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Der Gigant & Der Ticket-Hack: So sparst du Geld und Nerven

Tokio macht es dir nicht leicht. Es gibt fast 10 Hochhäuser mit Aussichtsplattformen. Viele wollen zum klassischen, rot-weißen Tokyo Tower (der aussieht wie der Eiffelturm), aber der ist oft restlos ausgebucht. Die Alternative? Der Skytree im Stadtteil Sumida. Er ist super easy zu erreichen, fünf Metro-Linien kreuzen sich hier.

Aber mach nicht den Fehler, zu spontan zu sein. Auf der offiziellen Seite kostet das Ticket für denselben Tag ca. 20 Euro (17 Euro mit Vorlauf).

Hier ist der Insider-Weg: Nutze Drittanbieter wie Klook* oder GetYourGuide. Der Preis ist fast identisch, ABER wenn du das mit einem Cashback-Portal wie TopCashback* kombinierst, kriegst du nochmal Geld zurück.

Wichtig: Wenn du online buchst, erhältst du nur einen Voucher. Du kannst damit nicht direkt zum Aufzug durchmarschieren! Du musst dich erst am Schalter anstellen und den Papierkram erledigen. Wir hatten einen Slot für 17:30 Uhr – sei also unbedingt 30 bis 45 Minuten früher da, sonst wird es stressig.

Preisvergleich 2 Copy 1

Der Aufstieg & Das Erlebnis: Anime, Aussicht und Menschenmassen

Der Aufstieg ist der erste „Flex“ der Ingenieure: Mit 600 Metern pro Sekunde schießt du nach oben. Ein kurzes Ploppen in den Ohren und zack – bist du auf dem Tembo Deck (350 Meter).

Von dort geht es weiter zur Tembo Galleria auf 450 Metern. Was dich erwartet:

  • Der Ausblick: Ein endloses Lichtermeer bis zum Horizont.
  • Die Technik: Der Turm beginnt unten dreieckig und wird nach oben kreisrund, um Winde abzufangen. Er ist erdbebensicher gebaut, inspiriert von alten Pagoden. Ein beruhigender Gedanke, wenn man auf Glasplatten steht.
  • Anime-Vibe: Bei uns war alles voll mit „Jujutsu Kaisen“. Wenn du Fan bist: Jackpot. Wenn nicht: Einfach ignorieren.
  • Equipment: Im Gegensatz zu vielen anderen Orten durfte ich mein kleines Hand-Stativ für die Kamera problemlos mitnehmen.

Real-Talk zum Andrang: Wir haben den Fehler gemacht, an einem Sonntagabend zu gehen. Wir haben den Sonnenuntergang knapp verpasst und es war brechend voll. Zwischen 17 und 19 Uhr ist hier „Kuscheln mit Fremden“ angesagt. Wenn du kannst, geh unter der Woche tagsüber oder ganz spät. Positiv ist aber: Keiner wirft dich raus, du kannst so lange bleiben, wie du willst (plane ca. 2 Stunden ein).

Tokyo Skytree Aussicht

Der Osaka-Vergleich: Warum der Skytree nicht mein Favorit ist

Jetzt mal Tacheles. Der Skytree ist beeindruckend, keine Frage. Aber es ist das typische Touri-Programm: Hochfahren, „Ah“ und „Oh“ sagen, Foto machen, runterfahren.

Wenn du eine Rundreise machst und auch in Osaka bist, überlege dir, ob du nicht lieber auf den Harukas 300 gehst. Warum? Der Vibe. Im Harukas ist die Plattform oben teilweise offen. Wir saßen dort fast drei Stunden mit Freunden, es gab eine Bar, Drinks und wir haben den Sonnenuntergang wirklich erlebt statt nur abgehakt. Kurz gesagt: Der Skytree ist zum „Gucken“, der Harukas ist zum „Fühlen“.

Harukas 300 Osaka

Nerd-Wissen & Warnung vor dem Bier

Wenn du wieder unten bist, finden auf dem Vorplatz oft Events statt (bei uns ein „Oktoberfest“ oder zur Weihnachtszeit ein Markt). Warnung: Ich hatte dort ein Radler, das schmeckte, als hätte jemand fünf Zitronen direkt ins Bier gepresst. Absolute Katastrophe. Spar dir das Geld lieber für ein gutes Essen.

Zum Schluss noch ein Fakt, mit dem du beim Dinner glänzen kannst: Oben auf dem Skytree vergeht die Zeit tatsächlich schneller als unten. Forscher der Uni Tokio haben bewiesen, dass die Uhren auf 450 Metern etwa 4 Nanosekunden pro Tag schneller laufen. Dank Einstein alterst du dort oben also (minimal) schneller! Und der Name der Höhe – 634 – ist ein Wortspiel auf „Mu-sa-shi“, den alten Namen der Region.

Tokyo Skytree Oktoberfest

Fazit

Der Tokyo Skytree ist ein Monster und für ca. 20 Euro bekommst du die höchste Aussicht Japans. Ist es die „cleverste Wahl“? Meine Empfehlung: Geh nur hoch, wenn das Wetter perfekt ist und du tagsüber die Chance hast, den Fuji zu sehen. Ansonsten reicht der Blick von unten völlig aus und du sparst dir das Budget für den Harukas Tower in Osaka, der atmosphärisch einfach mehr bietet.

Teile deine Reiselust: Verbreite diesen Artikel!

Schreibe einen Kommentar