Was kostet ein Japan Urlaub? Reale Kosten für 2 Wochen & 2 Personen

Author: Johannes

Der größte Mythos der Reiseplanung lautet: Japan ist unbezahlbar. Diese Sorge hält unzählige Menschen davon ab, ihren Traumurlaub zu buchen. Wir haben genau diese Reise gemacht. 15 Tage quer durch Japan, von Ende September bis Mitte Oktober. Wir haben auf nichts verzichtet, hervorragend gegessen und hochwertig gewohnt. Hier legen wir unsere kompletten Ausgaben auf den Tisch. Keine extremen Backpacker-Tricks, sondern echte, transparente Zahlen für qualitätsbewusste Reisende.

Die größte Ausgabe: Flüge nach Japan

Der Flugpreis bestimmt maßgeblich, wie teuer dein Japan-Urlaub wird. Wir sind von unserem Heimatflughafen Frankfurt am Main gestartet. Unser Setup war ein Gabelflug mit Asiana Airlines in der Economy Class. Der Hinflug ging über Seoul nach Osaka bei einer Reisezeit von 14 Stunden und 20 Minuten. Der Rückflug startete in Tokio, wieder mit einem Zwischenstopp in Seoul und von dort direkt zurück nach Frankfurt. Für diese drei Flüge haben wir exakt 1.337 Euro pro Person bezahlt. Gebucht haben wir 10 Monate im Voraus. Nutze Tools wie Google Flights oder Momondo* und tracke die Preise über Wochen, um ein Gefühl für den Markt zu bekommen. Wichtig für deine Planung: Du benötigst für Japan vorab kein Visum. Bei der Einreise erhältst du völlig kostenlos ein 90-Tage-Touristenvisum.

Unterkünfte: Viel Platz für wenig Geld

Wir haben in Japan 15 Nächte verbracht und alle Unterkünfte über Airbnb gebucht. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf Booking.com* oder auf Agoda* (besonders großes Angebot in Asien). Die Strategie dahinter: Mehr Platz und eine eigene Infrastruktur. In Osaka waren wir fünf Nächte für 231 Euro pro Person. In Kyoto folgten fünf Nächte in einem traditionellen Ryokan für 271 Euro pro Person. Den Abschluss bildeten fünf Nächte in einem modernen Apartmentkomplex in Tokio für 340 Euro pro Person. Für 15 Übernachtungen haben wir als Paar im Durchschnitt nur 112 Euro pro Nacht gezahlt. Dafür hatten wir keine winzigen Hotelzimmer, sondern große, vollständig eingerichtete Wohnungen. Der größte strategische Vorteil war die eigene Waschmaschine, die bei einer mehrwöchigen Reise dein Gepäck massiv halbiert. Zum Vergleich: Gute 3- bis 4-Sterne-Hotels bekommst du in Japan oft schon ab 80 Euro die Nacht, der Luxus-Bereich im 5-Sterne-Segment beginnt bei etwa 200 Euro.

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Infrastruktur und lokaler Transport

Wer nach Japan reist, liest unweigerlich vom „JR Pass“, der Flatrate für Japans Züge. Unsere klare retrospektive Analyse: Finger weg. Nach der massiven Preiserhöhung rechnet sich dieser Pass für einen normalen 14-Tage-Trip fast nie mehr. Unsere Lösung war deutlich effizienter: Die ICOCA Prepaid IC Karte*. Du lädst sie auf und bezahlst damit fast alle Züge, U-Bahnen und Busse im ganzen Land, indem du sie einfach an die Schranken hältst. Die lokalen Transportkosten in Japan sind überraschend niedrig. Eine U-Bahn-Fahrt in Osaka kostet je nach Strecke etwa 2 Euro, die Zugfahrt von Osaka nach Kyoto nur 3,40 Euro. Für die große Distanz von Kyoto nach Tokio haben wir den legendären Shinkansen-Schnellzug genutzt. Die Tickets haben wir einen Monat vorab über die offizielle Seite „Smart Ex“ gekauft. Der Preis lag bei 70 Euro pro Person.

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Verpflegung: Von Konbini bis Wagyu-Rind

Hochwertige Verpflegung ist in Japan extrem günstig. An vielen Tagen haben wir uns aus Convenience Stores, den sogenannten Konbinis wie 7-Eleven, versorgt. Eine frische Bento-Box kostet hier zwischen 2,50 und 5,00 Euro. Den Boss-Kaffee aus dem Automaten gibt es für sagenhafte 50 Cent. Aber auch Restaurantbesuche schonen deinen Geldbeutel massiv. Unser absolutes Highlight war ein Yakiniku-Restaurant in Osaka. Wir haben exzellentes Wagyu-Rindfleisch auf dem Tischgrill zubereitet, den Tisch voll bestellt und Getränke nachgeordert. Die Rechnung lag bei 35 Euro pro Kopf für das vielleicht beste Fleisch unseres Lebens.

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Sightseeing, Aktivitäten und Internet

Japan bietet einen unglaublichen Kontrast aus Tradition und Moderne. Viele der absoluten Top-Sehenswürdigkeiten sind komplett kostenlos. Für den Arashiyama Bambuswald in Kyoto, den Fushimi Inari-Taisha Schrein oder den Nara Park zahlst du keinen Cent Eintritt. Bedeutende Tempel wie der Katsuō-ji bei Osaka oder der Goldene Pavillon in Kyoto kosten nur moderate 2,70 Euro Eintritt. Die Aussichtsplattform Harukas 300 in Osaka* liegt bei 11 Euro, der Tokyo Skytree bei 17 Euro und das immersive Museum TeamLab Planets schlägt mit 21 Euro zu Buche. Unsere mit Abstand teuerste Ausgabe war der Besuch der Universal Studios in Osaka*. Das Tagesticket plus Express Pass kostete uns 184 Euro pro Person für einen Tag. Ohne diesen Pass stehst du an Top-Attraktionen über eine Stunde an, mit ihm gehst du direkt durch. Für das Internet haben wir vorab über Klook eine eSIM mit 30 Gigabyte Datenvolumen* für 20 Tage gebucht, Kostenpunkt: 35 Euro. Ich habe einfach einen Hotspot für meine Partnerin aufgemacht. Bezahlt haben wir vor Ort fast alles bargeldlos mit der komplett kostenlosen C24 Debitkarte* und als Backup der easybank Kreditkarte*.

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Dein benötigtes Gesamtbudget

Japan ist ein sehr günstiges Reiseland mit niedrigen Lebenshaltungskosten. Zudem profitierst du massiv vom historischen Tiefstand des japanischen Yen, der so schwach ist wie seit 25 Jahren nicht mehr. Was den Urlaub teuer macht, sind lediglich die lange Flugstrecke und die Reisedauer von meist 14 Tagen. Für eine hochwertige Reise, bei der du auf keine Annehmlichkeiten verzichtest, solltest du ein Gesamtbudget von etwa 3.000 bis 4.000 Euro pro Person einplanen.

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